


Aufruf des Bündnis gegen Rechts Braunschweig zur Demonstration gegen den NPD-Aufmarsch am 18.10.2003:
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Aufruf
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Für Samstag, den 18. Oktober 2003,
hat die NPD gemeinsam mit "Freien Kameradschaften"
einen Nazi-Aufmarsch durch Braunschweig angekündigt.
Bereits seit Anfang August wird dafür bundesweit
auf einschlägigen Internetseiten geworben. Der
Aufmarsch, der um 12 Uhr am Bahnhof beginnen soll, steht
unter dem rassistischen Motto "Heimreise statt
Einwanderung, denn deutsche Kinder braucht das Land"
und ist Teil einer gleichnamigen Kampagne der NPD Niedersachsen.
Bereits am 24. Mai 2003 fand unter dem selben Motto
ein Aufmarsch der NPD in Hannover statt.
In den letzten Jahren hat sich die Region als regelmäßiger
Treffpunkt für bundesweite Großveranstaltungen
der NPD und anderer faschistischer Organisationen etabliert:
Im Ausflugslokal "Lutterspring" in Königslutter
führte die NPD im März letzten Jahres ihren
Bundesparteitag durch. Nur wenige Monate später
fand dort das "Pressefest" der NPD statt,
bei dem sich über 1.500 Faschisten aus der ganzen
BRD trafen. Zuvor hatte auch schon die DVU die Räumlichkeiten
für überregionale Versammlungen benutzt. Den
gezielten Versuchen der NPD und anderer Nazis in der
Region Braunschweig weiter Fuß zu fassen, gilt
es rechtzeitig und entschieden entgegenzutreten.
Wir werden nicht zulassen, dass die Nazis mit ihren rassistischen Parolen ungestört durch die Straßen ziehen können!
Wir rufen alle dazu auf, sich mit ihren Formen des Protestes an den Aktivitäten gegen den Nazi-Aufmarsch zu beteiligen!
An nahezu jedem Wochenende findet heute
irgendwo in der BRD - geschützt von Gesetzen -
ein Nazi-Aufmarsch statt. Auch die rechte Jugendkultur
boomt weiter. Mit Musik, Konzerten, Mode und Freizeitangeboten
locken rechte Gruppierungen Kinder und Jugendliche.
Tausende von Menschen müssen mit der täglichen
Angst leben, Opfer rassistischer Anschläge zu werden.
Über hundert Menschen wurden in den letzten Jahren
von Nazis ermordet.
Auch in dieser Stadt und in dieser Region kommt es immer
wieder zu Beschimpfungen, Bedrohungen, Angriffen und
Anschlägen.
Nur zwei Beispiele:
Es gilt aber nicht nur der NPD und der Naziszene entschieden entgegenzutreten, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken zu widersetzen - egal wo und wie es sich zeigt! Nationalismus und Rassismus entstehen in der Mitte der Gesellschaft, auch Gesetze und Politik sind vielfach davon geprägt. Die Benachteiligung von Menschen ohne deutschen Pass auf dem Arbeitsmarkt und die staatliche Verfolgung und Abschiebung von Flüchtlingen sind nur zwei Beispiele, die dies deutlich machen. Auch Politiker etablierter Parteien bedienen sich immer wieder rassistischer Parolen und reden - ähnlich wie die NPD - von einer angeblichen "Überfremdung".
Das Bündnis gegen Rechts ruft alle Menschen dazu auf, den Nazis am 18.10.2003 nicht die Straße zu überlassen. Stellen wir uns ihnen gemeinsam entgegen und demonstrieren wir gegen jede Form von Faschismus, Rassismus und Sexismus!
UnterstützerInnen des Aufrufes:
Anlaufstelle für Straffällige der CURA e.V.
Braunschweig, Anti-Atom-Plenum Braunschweig, Antifa
3000 Hannover, Antifaschistische Aktion Hannover [AAH],
Antifaschistische Aktion Harburg, Antifaschistische
Aktion Leverkusen, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen,
Antifaschistische Aktion Wennigsen, Antifaschistisches
Plenum Braunschweig, Arbeitsgemeinschaft christlicher
Kirchen in Braunschweig (ev. luth. Propstei, Friedenskirche,
Christus Zentrum, u.a.), Arbeitsgemeinschaft für
Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) Braunschweig, AStA
der Theodor-Lessing-Universität Hannover, AStA
der TU Braunschweig Winter-Semester 03/04, Attac Braunschweig,
AWO KV Braunschweig, AZ-Wagenplatz Osnabrück, Betriebsrat
der Volkswagen AG - Business Unit Braunschweig, Betriebsrat
der Volkshochschule Braunschweig GmbH, Bezirksjugendwerk
der Arbeiterwohlfahrt (AWO) e.V., Braunschweiger FC
ST. Pauli Fanclub "Crazy Pauli Supporters",
Braunschweiger Bündnis für den Frieden, Bildungsvereinigung
Arbeit und Leben e.V. Braunschweig, Bündnis90/Die
Grünen KV Braunschweig, Bündnis90/Die Grünen
Ratsfraktion, Carsten - eXtreme piercing Braunschweig,
Deutscher Freidenkerverband Braunschweig, DGB Region
SüdOstNiedersachsen (SON), DGB-Jugend Braunschweig,
DKP Braunschweig, Dr. Antje Blöcker, Evangelischer
Stadtjugenddienst, Fachgruppenrat Chemie der TU Braunschweig,
Fachgruppenrat Maschinenbau, Fachgruppenrat Biologie
der TU Braunschweig, Flüchtlingshilfe Refugium
e.V., FrauenLesbengruppe kahira, FrauenLesbengruppe
Zami, Frauenverband Courage Ortsgruppe Braunschweig,
Grüne Jugend Region Braunschweig, Holger Klages-Böttcher,
Hans-Georg Hartwig - Landesvorsitzender PDS Niedersachsen,
IG Metall Braunschweig, IG Metall Jugend Braunschweig,
IG Metall Salzgitter, Interkulturelles Forum (DIDF),
IPPNW - Ärzte in sozialer Verantwortung Regionalgruppe
Braunschweig, Irmela Mensah-Schramm (Austellungsprojekt
Hass vernichtet), Jugend Antifa Aktion (JAA) Braunschweig,
Jugendantifa Lippstadt, Juso-Landesverband Niedersachsen,
Jusos Bezirk Braunschweig, Jusos UB Braunschweig, Karl-Heinz
Schmidt - Sprecher der PDS Helmstedt, Katholische Arbeitnehmerbewegung
(KAB) Braunschweig, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
der Ev. Kirche (KDA) Braunschweig, Landesarbeitsgemeinschaft
Christinnen und Christen bei Bündnis 90/Die Grünen
Niedersachsen, Manfred Kays IGM Vertrauensmann
bei VW Braunschweig, Margitta Neumann, MC Kuhle Wampe
Braunschweig, MLPD Kreisverband Hannover-Braunschweig-Hameln,
Pax Christi Gruppe Braunschweig, PDS Basisorganisation
Helmstedt, PDS KV Braunschweig, PDS KV Delmenhorst,
PDS KV Helmstedt-Wolfenbüttel, SchülerInnen
gegen Rassismus (SchülerInnenvertretungen der Braunschweiger
Schulen Neue Oberschule, Raabeschule, IGS Wilhelm-Bracke,
IGS Franzsches Feld, BBS V, Lessing-Gymnasium Wenden
und des Humboldt-Gymnasium Gifhorn), SDAJ Niedersachsen
(Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend), [solid]
Hildesheim, [solid] Landesvorstand Niedersachsen,
[solid] Wolfenbüttel, SJ Die Falken Bezirk
Braunschweig, SJ Die Falken KV Braunschweig, Tobias
Rau (Profifußballer beim FC Bayern München
und Nationalspieler), Udo Sommerfeld - Ratsherr der
Stadt Braunschweig (PDS), Vorstand des Kreisverbandes
Gifhorn von Bündnis90/DieGrünen, Ver.di Bezirk
Süd-Ost-Niedersachsen, Ver.di Braunschweig/Umland,
VVN-BdA KV Braunschweig, VVN-BdA KV Hannover, VVN-BdA
KV Wolfsburg, VVN-BdA Landesverband Niedersachsen
Wer diesen Aufruf und die Demonstration unterstützen möchte, kann sich beim Infotelefon oder per E-mail (buendnisgegenrechts@web.de) melden!
Demonstration
18.10.2003
10 Uhr * KZ-Gedenkstätte
* Schillstraße
Info-Telefon: 0174-9063612 - Sonderseite: www.nazi-aufmarsch-stoppen.de.vu
Spendenkonto
für die Demonstration:
Weise Sonderkonto; Kto.-Nr. 22 88 876; NORD/LB BS; BLZ
250 500 00
V.i.S.d.P.: Bündnis gegen Rechts, c/o Carl von
Ossietzky Zentrum, Leopoldstraße 23, 38100 Braunschweig